bms future energy GmbH · bms ERP · Stand: 8. Juli 2026
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der bms future energy GmbH, FN 608305 T, Buchenweg 7, 4484 Kronstorf („Anbieter") und Unternehmern im Sinne des § 1 KSchG („Kunde") über die Nutzung der SaaS-Software „bms ERP".
bms ERP ist ausschließlich für Unternehmer bestimmt. Verbraucher können das System nicht regulär buchen — die Registrierung erfordert eine gültige EU-USt-ID (VIES-Check) und eine geschäftliche E-Mail-Domain. Sollte trotzdem ein Verbraucher versehentlich ein Konto erstellt haben, ist er berechtigt, den Vertrag binnen 14 Tagen formlos per E-Mail an future-energy@bmsystems.at zu widerrufen; Zahlungen werden in diesem Fall vollständig zurückerstattet.
Der Anbieter stellt dem Kunden die Software „bms ERP" als Software-as-a-Service über das Internet zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung auf erp.bms-gruppe.at. Der Anbieter darf den Funktionsumfang jederzeit erweitern; die Reduzierung wesentlicher Funktionen ist nur mit 30 Tagen Vorankündigung möglich, verbunden mit einem außerordentlichen Kündigungsrecht des Kunden.
Der Vertrag kommt mit erfolgreichem Abschluss des 3-Schritt-Signups (Firma + USt-ID + E-Mail-Bestätigung + Passwort/AGB) zustande.
Der Kunde erhält nach Vertragsschluss eine 14-tägige Testphase mit vollem Funktionsumfang aller Module. Während der Testphase entstehen keine Zahlungsverpflichtungen. Wird innerhalb der Testphase kein zahlungspflichtiges Modul gebucht, endet der Zugang zu den Add-On-Modulen automatisch; die Kern-Buchhaltung bleibt bis zur ausdrücklichen Kündigung eingeschränkt zugänglich, damit Daten exportiert werden können.
Die aktuellen Preise sind unter erp.bms-gruppe.at/#preise ausgewiesen. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe (Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift). Die Rechnung wird per E-Mail an die Rechnungsadresse des Kunden verschickt und ist zusätzlich im Kundenportal jederzeit abrufbar.
Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens 60 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail mit. Übersteigt die Erhöhung 10 % gegenüber dem bis dahin geltenden Preis, kann der Kunde den Vertrag außerordentlich zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe gemäß § 456 UGB (Basiszinssatz zzgl. 9,2 Prozentpunkte) zu verrechnen. Nach zweiter Mahnung kann der Zugang zur Software temporär gesperrt werden; Daten des Kunden bleiben davon unberührt. Die Sperre wird nach Zahlungseingang binnen 24 Stunden aufgehoben.
Die Vertragslaufzeit beträgt einen Monat und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, wenn nicht zum Monatsende gekündigt wird.
Die ordentliche Kündigung kann jederzeit im Stripe-Kundenportal oder per E-Mail an future-energy@bmsystems.at erklärt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an, gemessen zu Bürozeiten (Mo–Fr 08:00–18:00 MEZ).
Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster (in der Regel Sonntag 22:00–04:00 MEZ), höhere Gewalt und Ausfälle bei Drittanbietern (Vercel, Neon). Ein Anspruch auf Schadenersatz aus Nichtverfügbarkeit besteht nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz und ist auf § 12 begrenzt.
Der Kunde bleibt jederzeit Eigentümer seiner Daten. Der Anbieter verarbeitet die Daten ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung. Details siehe Datenschutzerklärung.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA): Für die Nutzung von bms ERP gilt automatisch der auf erp.bms-gruppe.at/avv veröffentlichte AVV nach Art. 28 DSGVO als vereinbart. Auf Anfrage stellt der Anbieter zusätzlich einen unterzeichneten AVV in PDF-Form bereit.
Datenrückgabe nach Vertragsende: Der Kunde kann seine Daten jederzeit über die Export-Funktion herunterladen (CSV, JSON, PDF-Rechnungen). Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten weitere 30 Tage zum Export bereit; danach werden sie — vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (§ 132 BAO: 7 Jahre für Buchhaltungsdaten) — gelöscht.
Der Kunde erhält ein zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränktes, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Software. Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte außerhalb des Kunden-Mandanten ist untersagt. Innerhalb des Mandanten kann der Kunde beliebig viele Benutzer anlegen (siehe Preisliste — Zusatzbenutzer kostenpflichtig ab dem X-ten Benutzer).
Der Anbieter darf den Namen und das Logo des Kunden als Referenz auf der eigenen Website und in Marketing-Materialien anführen. Der Kunde kann dieser Nutzung jederzeit per E-Mail an future-energy@bmsystems.at widersprechen — der Widerspruch wird binnen 30 Tagen berücksichtigt.
Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen, die sie im Rahmen der Vertragsbeziehung erhalten, streng vertraulich. Die Geheimhaltungspflicht besteht auch nach Vertragsende fort, solange die Informationen nicht öffentlich bekannt sind.
Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
Im Übrigen ist die Haftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die im Jahr vor Schadenseintritt gezahlten Nutzungsentgelte.
Für Datenverlust haftet der Anbieter maximal in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre. Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßig eigene Sicherungen seiner Daten über die Export-Funktion anzufertigen.
Änderungen dieser AGB werden dem Kunden per E-Mail mit einer Frist von 30 Tagen mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf dieses Widerspruchsrecht wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen. Widerspricht der Kunde, kann der Anbieter den Vertrag zum Wirksamkeitszeitpunkt der Änderung außerordentlich kündigen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Anbieters in Kronstorf, Österreich.
Diese AGB sind ein Roh-Entwurf und decken die Standardfälle eines österreichischen B2B-SaaS-Geschäfts ab. Vor dem Live-Betrieb sind sie zwingend vom Anwalt zu prüfen — insbesondere Haftungsklauseln, SLA-Zusagen und Preisänderungsmechanismen (§ 6a KSchG analog für B2C-Grenzfälle).